Die „Global Alliance for Female Athletes“ wird um sechs neue internationale Partner erweitert

Organisationen aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan und der Schweiz schließen sich der weltweiten Allianz an. Ihr Fokus liegt auf dem Zugang zu evidenzbasierten Gesundheits- und Leistungsressourcen für Frauen und Mädchen im Sport.

Die Global Alliance for Female Athletes (GAFA) gibt heute die Aufnahme von sechs internationalen Partnern bekannt – dem Canadian Olympic Committee und dem Canadian Paralympic Committee, dem French Institute of Sport, Expertise, and Performance (INSEP), dem deutschen Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT), dem Japan High Performance Sport Center/ Japan Sport Council sowie Swiss Olympic. Damit macht die Allianz einen bedeutenden Schritt auf ihrem Weg, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und langfristige Gesunderhaltung von Sportlerinnen weltweit zu verbessern.

Die Erweiterung spiegelt das Engagement der GAFA wider, ein kooperatives globales Netzwerk aufzubauen, das sich dem Austausch wissenschaftlich fundierter, medizinisch geprüfter und an die jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte angepasste Ressourcen widmet, die Sportlerinnen in jeder Lebensphase und in jeder Sportart unterstützen. Jedes der neuen Mitgliedsländer bringt international Fachwissen in den Bereichen Sportmedizin, Sportwissenschaft, Leistungssport, Forschung und der Betreuung von Athletinnen mit. Durch diese Beteiligung kann GAFA evidenzbasierte Informationen schneller entwickeln, übersetzen und verbreiten. Verschiedene Sportsysteme weltweit können diese Informationen anpassen und umsetzen.

Alle Sportlerinnen verdienen Zugang zu Informationen und Betreuung von höchster Qualität, unabhängig davon, wo sie trainieren oder an Wettkämpfen teilnehmen“, sagte Amber Donaldson, Vorsitzende der GAFA. „Indem wir führende Expert*innen aus aller Welt zusammenbringen, schaffen wir ein kooperatives Ökosystem, das die Qualität der Unterstützung weltweit anhebt und gleichzeitig die besonderen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen jedes Landes berücksichtigt.“

Durch die Neuzugänge wächst GAFA weiter als internationale Gemeinschaft, die sich dafür einsetzt, langjährige Wissenslücken über die Gesundheit von Sportlerinnen zu schließen. Durch eine enge Zusammenarbeit können die Mitgliedsorganisationen Ressourcen bündeln und doppelte Arbeit vermeiden. Gemeinsam identifizieren sie Best Practices, übersetzen neue Forschungsergebnisse in praxisnahe Handlungsempfehlungen und machen vertrauenswürdige Informationen für Sportlerinnen, Trainer*innen, Ärzt*innen und Sportorganisationen weltweit leichter zugänglich.

Die neuesten Partner schließen sich vier bestehenden Mitgliedern der Allianz an:


Gemeinsam entwickeln und teilen diese Organisationen weiterhin evidenzbasierte Aufklärungsmaterialien. Sie arbeiten bei Forschungsinitiativen zusammen und fördern bewährte Verfahren, die Sportlerinnen während ihres gesamten Lebens unterstützen.

Während die Allianz weiter wächst, bleibt die Vision klar: Sportlerinnen sollen – unabhängig von Nationalität, Sportart oder Leistungsniveau – Zugang zu vertrauenswürdigen, wissenschaftlich fundierten Informationen haben um im Sport und darüber hinaus erfolgreich zu sein.

Der Beitritt dieser fünf Nationen steht nicht nur für einen Zuwachs an Mitgliedern, sondern auch für eine Erweiterung der Fachkompetenz, der globalen Zusammenarbeit und eines gemeinsamen Engagements für die Verbesserung der Gesundheit von Sportlerinnen.

Stellungnahmen der Teilnehmer
Canadian Olympic Committee: 
Kanada zählt seit jeher zu den weltweit führenden Nationen in der Forschung zur Gesundheit von Sportlerinnen. Die GAFA bringt weltweit führende Expert*innen zusammen, um vertrauenswürdiges, wissenschaftlich fundiertes Wissen auszutauschen. Gemeinsam erweitern wir den Zugang zu vertrauenswürdigen, evidenzbasierten Ressourcen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden von Sportlerinnen verbessern. Diese Zusammenarbeit treibt bedeutende Fortschritte für Sportlerinnen auf der ganzen Welt voran.“
— Dr. Mike Wilkinson, Leitender Medizinischer Beauftragter für Gesundheit und Wohlbefinden, Kanadisches Olympisches Komitee

Canadian Paralympic Committee: 
Wir freuen uns sehr, Teil dieses Netzwerks zu werden, um Wissen auszutauschen und die evidenzbasierte Betreuung von Sportlerinnen national wie international weiterzuentwickeln. Gemeinsam möchten wir Fortschritte in der Betreuung erzielen und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für alle Sportlerinnen und insbesondere für paralympische Athletinnen voranbringen.“
– Dr. Andrew Marshall, Leitender medizinischer Beauftragter des Kanadischen Paralympischen Komitees

Französisches Institut für Sport, Expertise und Leistung (INSEP) 
Am INSEP sind wir überzeugt: Die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistung von Sportlerinnen zu fördern, ist eine tragende Säule des Spitzensports. Der Beitritt zur GAFA ermöglicht uns, unser Fachwissen zu bündeln, fundierte wissenschaftliche Forschungsergebnisse auszutauschen und international zusammenzuarbeiten. So schließen wir entscheidende Wissenslücken. Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit stellen wir sicher, dass jede Sportlerin die evidenzbasierte Betreuung und Unterstützung erhält, die sie braucht – während ihrer gesamten Karriere und ihres Lebensweges darüber hinaus.“
— Fabien Canu, Generaldirektor des INSEP

Deutsches Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) 
Wir freuen uns sehr, der GAFA beizutreten und einen Beitrag zu dieser internationalen Gemeinschaft zu leisten, die den Fortschritt im Frauensport vorantreibt. Spitzensportlerinnen benötigen Unterstützung, die ihre spezifischen physiologischen Bedürfnisse berücksichtigt und darauf eingeht. Durch die Bündelung von Fachwissen aus verschiedenen Ländern und Disziplinen schafft die GAFA eine einzigartige Gelegenheit, Wissen auszutauschen, voneinander zu lernen und evidenzbasierte Ansätze voranzutreiben, die Sportlerinnen besser unterstützen.
– Dr. Marc-Oliver Löw, Direktor, IAT

Japan High Performance Sport Center / Japan Sport Council
Seit mehr als einem Jahrzehnt steht das Japan High Performance Sport Center (HPSC), gefördert vom Japan Sport Council (JSC), dafür Gesundheit, Wohlbefinden und Leistung von Sportlerinnen in Japan zu fördern. Mit dem Beitritt zur GAFA geht das HPSC einen wichtigen Schritt: Es stärkt die internationale Zusammenarbeit, verbessert die Qualität seiner Unterstützung und erreicht schneller mehr Sportlerinnen. Durch diese Partnerschaft teilen wir das Wissen und die Erkenntnisse, die wir über die Jahre gewonnen haben, mit internationalen Partnern und tragen zur Diskussion über die Unterstützung von Sportlerinnen bei. Gemeinsam mit der GAFA und Partnern auf der ganzen Welt setzt sich das HPSC dafür ein, dass alle Sportlerinnen Zugang zu evidenzbasierter Unterstützung erhalten. Wir treiben zudem unser Konzept „From High Performance to Life Performance“ weiter voran: Es nutzt Erkenntnisse aus dem Hochleistungssport zum Wohle der gesamten Gesellschaft.
— Takeshi Kukidome, Generaldirektor des JHPSC

Swiss Olympic:
Als Dachverband des Schweizer Sports und Nationales Olympisches Komitee setzt sich Swiss Olympic seit mehreren Jahren für bessere Bedingungen für Sportlerinnen ein. Die Zusammenarbeit mit der GAFA ermöglicht uns, unser Wissen weiterzugeben und gleichzeitig von den Erfahrungen der Mitglieder aus anderen Ländern zu profitieren. Gemeinsam treiben wir die Weiterentwicklung dieses Themas auf internationaler Ebene voran. So tragen wir dazu bei, dass Sportlerinnen ihr volles Potenzial in einem Umfeld ausschöpfen können, das leistungsfördernd und sicher zugleich ist. Davon profitieren auch Trainer*innen und Sportorganisationen.
— Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin Swiss Olympic

Über die Global Alliance for Female Athletes (GAFA)
Die Global Alliance for Female Athletes (GAFA) ist ein internationaler Zusammenschluss führender Sportorganisationen. Sie setzen sich für die Gesundheit von Sportlerinnen ein – durch evidenzbasierte Aufklärung, Forschungskooperationen und den Austausch von Best Practices. Die GAFA vernetzt Expert*innen aus aller Welt. So verbessert sie den Zugang zu hochwertigen, medizinisch geprüften Ressourcen. Diese Ressourcen befähigen Sportlerinnen, Trainer*innen, Mediziner*innen und Führungskräfte im Sport, Frauen und Mädchen im Sport besser zu unterstützen.

Weitere Informationen: 
Zur GAFA-Pressemitteilung (Englisch)