Untersuchungen zur Bewegungsvariabilität bei Mehrfachsalti mit Mehrfachschrauben im Wasserspringen und ihr Einfluss auf die Bewegungsqualität
Für hohe und höchste Bewertungen von den Sprungrichtern müssen auch die schwierigsten Sprünge möglichst senkrecht und ohne viele Spritzer eingetaucht werden. Diese Bewegungsaufgabe steht ganz am Ende der Bewegungsausführung der Sprünge. Eine funktionale Bewegungsvariabilität gestattet die Regulation innerhalb eines Sprunges. Sie ist für ein hochwertiges Wettkampfergebnis nötig. Andernfalls ist eine präzise auf den Sprung abzielende Differenzierung der Anfangsparameter für die Flugphase (Sprunghöhe und Drehimpuls) erforderlich, das perfekte Eintauchresultat zu erreichen. Daraus ergibt sich die Fragestellung, ob bei den schwierigsten Mehrfachsalto mit Mehrfachschrauben Regulation im Sprung möglich, d. h. funktionale Bewegungsvariabilität nachweisbar ist. Diese Fragestellung hat weitreichende trainingsmethodische Implikationen. Für Saltosprünge mit geringerem Schwierigkeitsgrad wurde die funktionale Bewegungsvariabilität bereits nachgewiesen. Sprünge mit Mehrfachsalto und Mehrfachschrauben haben sich in den letzten Olympiazyklen rasant entwickelt. Eine tiefergehende Analyse des Regulationsverhaltens wird erstmalig für diese Sprünge angestellt.
Erstellt im Rahmen der IAT-Ergebniskonferenz 2024.
Stand: 2024