Plantare Belastungsverteilung beim Vorhandtopspin im Tischtennis
Der Topspin wird als wichtigster Angriffsschlag im Tischtennis bezeichnet, da dieser Schlag nicht nur auf jedes Tempo, sondern auch auf jede Flugkurve, Rotation und fast jede Platzierung auf dem Tisch eingesetzt werden kann. Systematische Wettkampfanalysen bestätigen die praktische Relevanz der beiden Angriffsschlagarten Vor- und Rückhandtopspin im Spitzentischtennis. Die effektive Ausführung dieser Schlagtechnik in der jeweiligen Spielsituation ist infolgedessen ein leistungsbestimmendes Merkmal in dieser Sportart. Dabei sind die Bewegungen der unteren Extremitäten eng mit der Leistung der oberen Extremitäten verknüpft. Die Entwicklung eines Impulses beim Topspin erfolgt über den Einfluss der Bodenreaktionskraft, indem die Füße aktiv in Richtung Boden gedrückt werden. Nach Einschätzungen der Bundestrainer*innen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) aus dem Trainings- und Wettkampfalltag befindet sich das Körpergewicht der deutschen Athletinnen und Athleten beim Topspin zu weit hinten auf dem Hinterfuß. Dadurch gelingt es zu selten, die erzeugte Kraftentwicklung aus der Ausholphase über den Fußabdruck in eine horizontale Schlagausführung zu transferieren. Aus sportwissenschaftlicher Sicht stellt sich demnach die Frage, welche interindividuellen Unterschiede bei der plantaren Belastungsverteilung bei Angriffsschlägen, wie dem Vorhandtopspin auftreten. Ziel ist es, die Charakteristik der plantaren Belastungsverteilung bei Spitzen- und Nachwuchsathleten beim Vorhandtopspin zu untersuchen.
Erstellt im Rahmen der IAT-Ergebniskonferenz 2024.
Stand: 2024