Isokinetik vs. spezifische Leistung – Eine Zusammenhangsanalyse
Die Rumpfmuskulatur unterstützt die Vortriebserzeugung im Kanurennsport in zweierlei Hinsicht. Erstens als Überträger der mit den oberen Extremitäten erzeugten Kräfte in den Bootskörper und zweitens als direkt am Antrieb mitwirkende Muskel(-gruppe). Das Training der Rumpfmuskulatur zur Antriebserzeugung erfolgt zu 55-60 % in der spezifischen Bewegung (Kövari, 2021). Ein isoliertes Training unter Zuhilfenahme von semispezifischen oder allgemeinen Trainingsmitteln erfolgt vereinzelt in Bezug zur Bewegungsgeschwindigkeit der spezifischen Wettkampfbewegung. Die Ausrichtung von allgemeinen Trainingsübungen am Geschwindigkeitsprofil und der Spezifität des Wettkampfvollzugs kann diese zusätzlich optimieren („principale of training specifity“ – Behm und Sale (1993)). Der Kraft-Zeit-Verlauf zwischen isokinetischem Dynamometer und Paddelschlag sind sehr ähnlich (Zinke et al., 2019). Ein Zusammenhang zwischen spezifischer Leistung im Wettkampf, dem Paddelkraftmaximum in der Laboranforderung (Kanugegenstromanlage) und der Leistungsfähigkeit der Athlet*innen in der Rotation auf dem Dynamometer konnte nachvollzogen werden (Zinke et al., 2019). Zusätzlich zeigen sich Leistungsunterschiede auf dem Dynamometer zwischen Kader- und Nicht-Kaderathlet*innen (Fry, & Morton, 1991). Ziel der Untersuchung ist die Optimierung der den Kraft-Technik-Komplex beeinflussenden Variablen und in Folge eine Verbesserung der spezifischen Wettkampfleistung.
Erstellt im Rahmen der IAT-Ergebniskonferenz 2024.
Stand: 2024