Entwicklung eines Mess- und Informationssystems (MIS) zur Diagnostik und zum Training spezifischer Muskelgruppen im Bogenschießen
Im Bogenschießen besteht ein Qualifikationswettkampf aus 2 x 36 Pfeilen. In der Regel dauert ein Schuss zwischen 10-12 s mit einer Haltezeit im Anker von 2-4 s. Die Wind- und Wetterverhältnisse nehmen erheblichen Einfluss sowohl auf ein stabiles Sportler-Bogen-System als auch auf die Dauer des Zielens. Die Ausprägung der Zugkraft steht in engem Zusammenhang zur Qualität und Konstanz dieser mehrmalig wiederholten Bewegungsabläufe. Zudem ermöglicht eine Steigerung der Zugkraft eine Anpassung der Bogenkonfiguration, durch die eine höhere Pfeilgeschwindigkeit und damit ein präziserer Pfeilflug erreicht werden kann (Haidn et al., 2010). In Anlehnung an ein System von Edelmann-Nusser et al. (1999) wurde ein neuartiges Diagnostik-/Trainingssystem entwickelt, mit dem die spezifische Zugkraft während der Zugbewegung gemessen werden kann und über mehrere Versuche Rückschlüsse auf das aktuelle Niveau der sportartspezifischen Kraftfähigkeiten gezogen werden können.
Erstellt im Rahmen der IAT-Ergebniskonferenz 2024.
Stand: 2024