Wissenschaft trifft Spitzensport: Webreportage zur Arbeit des IAT mit Team D vor den Winterspielen 2026

Leipzig, 06. Februar. Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) gibt in einer Webreportage Einblick in die wissenschaftliche Arbeit für den deutschen Spitzensport.

Nationale Qualifikation Eiskunstlaufen (Foto: IAT/ Patrice Marker)

Nationale Qualifikation Eiskunstlaufen (Foto: IAT/ Patrice Marker)

Nachwuchs-Lehrgang Bundestrainerin Brünner und Myriam Turgay-Leuenberger, IAT Eiskunstlaufen (Foto: IAT/ Patrice Marker)

Nachwuchs-Lehrgang Bundestrainerin Brünner und Myriam Turgay-Leuenberger, IAT Eiskunstlaufen (Foto: IAT/ Patrice Marker)

Langlauf-Herren beim Leistungstest in Oberhof (Foto: IAT/Patrice Marker)

Langlauf-Herren beim Leistungstest in Oberhof (Foto: IAT/Patrice Marker)

Team DSV/IAT beim Leistungstest in Oberhof (Foto: IAT/Patrice Marker)

Team DSV/IAT beim Leistungstest in Oberhof (Foto: IAT/Patrice Marker)

Windkanaltraining Skispringen (Foto: IAT/Patrice Marker)

Windkanaltraining Skispringen (Foto: IAT/Patrice Marker)

Sören Müller prüft Messtechnik an der Schanze (Foto: IAT/Patrice Marker)

Sören Müller prüft Messtechnik an der Schanze (Foto: IAT/Patrice Marker)

Die multimediale Aufbereitung (LINK) erzählt die „Road to 2026“ in drei Wintersportarten und zeigt das Zusammenspiel von Wissenschaft, Training und athletischer Leistung.

Skilanglauf: Präzise Steuerung durch digitales Monitoring | "An der Weltspitze im Skilanglauf sind bei jedem Rennen circa 25 Sportler in der Lage um einen Podestplatz mitzukämpfen. Die Leistungsdichte ist extrem hoch, die Unterschiede marginal. Entscheidend ist es deshalb, klug zu trainieren", erklärt IAT-Fachgruppenleiter Dr. Axel Schürer. Die Reportage begleitet das Elite-Team der Herren bei der letzten großen Standortbestimmung vor der Olympiasaison in Oberhof und zeigt, wie das IAT-Tool IDA Trainingsplanung, Leistungsdiagnostik und tägliches Monitoring vereint. Kern der Geschichte: Ein neu integriertes Prognosemodell ermöglicht erstmals, die Auswirkungen geplanter Trainingseinheiten im Voraus zu berechnen. Trainer sehen in Sekundenschnelle, ob die Belastung im optimalen Bereich liegt – bevor das Training stattfindet.

Skispringen: Technikoptimierung im Windkanal und auf der Schanze | Dr. Sören Müller zur zentralen Herausforderung in der Skisprungtechnik: "Es kommt darauf an, eine Position mit Körper und Ski zu finden, in der wir ein gutes Verhältnis von Auftrieb und Widerstand haben – der uns also oben hält, aber eben auch nicht zu sehr bremst. Die Winkelbereiche dafür sind nicht sehr groß." Die Reportage dokumentiert, wie die Athleten mit dem Trainerteam im Windkanal und auf der Schanze am präzisen Gefühl für aerodynamische Positionen feilen. Außerdem gibt die Geschichte Einblick in die Ergebnisse einer Studie, in der der IAT-Wissenschaftler gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam den Einfluss von Anzugmaterialien auf die Sprungleistung untersucht hat. Die Ergebnisse (Virmavirta, Müller et al., 2025): Schon 2 cm mehr Anzugumfang verändern viel: Der Luftwiderstand steigt um etwa 4%. Der Auftrieb steigt um etwa 5%.

Eiskunstlauf: Bewegungsanalyse für Höchstschwierigkeiten | "Während die deutschen Paare zur absoluten Weltspitze gehören, sehen wir im Einzellaufen den größten Abstand zur Weltspitze in den Höchstschwierigkeiten", erklärt IAT-Expertin Myriam Turgay-Leuenberger. Die Geschichte zeigt, wie sensorbasierte Bewegungsanalyse und Rotationsschulung den Nachwuchs systematisch aufbauen. Im aktuellen Forschungsprojekt untersucht das IAT-Team, wie Rotation trainiert wird und welche Trainingsmittel die notwendigen biomechanischen Parameter für Mehrfachsprünge tatsächlich ermöglichen. Die Erkenntnisse fließen in einen praxisnahen Leitfaden für Trainer. Die Reportage begleitet einen Techniklehrgang in Oberstdorf, bei dem Nachwuchsathleten mit Inertial-Sensoren trainieren, die Rotationsgeschwindigkeit und Flugzeit messen – entscheidende Parameter für das Gelingen eines Sprunges.

[Link] Die Webreportage bietet Hintergrundmaterial mit O-Tönen von Wissenschaftler*innen, Trainerinnen und Trainern, Datenvisualisierungen sowie Video- und Bildmaterial aus der praktischen Arbeit mit TeamD.