Trauer um Fritz Lange

Wir trauern um unseren langjährigen geschätzten Kollegen Fritz Lange (1940 - 2026).

Foto: privat

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Fritz Lange war seit der Gründung des IAT 1992 an unserem Institut tätig. Bis zur politischen Wende bildete die Sportart Kanu eine eigene Forschungsgruppe an der DHfK Leipzig, die sich sehr intensiv und übergreifend mit dem Leistungssport im Hochleistungs-, Anschluss- und Nachwuchsbereich beschäftigte. Diese Arbeit wurde durch Fritz Lange gemeinsam mit zwei Kollegen am IAT weitergeführt und sehr erfolgreich ausgebaut. Auch in den Jahren seines wohlverdienten Ruhestands, den er 2005 antrat, blieb Fritz Lange dem Kanusport eng verbunden. 
Fritz Lange war selbst über viele Jahre im Kanuslalom leistungssportlich aktiv. Als Kajakfahrer nahm er in den 1960er Jahren an nationalen und internationalen Meisterschaften teil. Mit dem Weltmeistertitel im Kajak-Team feierte er 1963 seinen größten sportlichen Erfolg. 

Nach seiner sportlichen Karriere studierte Fritz Lange an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit einem Lehrprogramm zur Ausbildung von Übungsleitern aller Förderstufen im Kanuslalom, welche er 1970 vorlegte. 
Im Anschluss an das Sportstudium arbeitete er als Trainer im SC DHfK Leipzig sowie der DDR-Nationalmannschaft im Kanuslalom.
Während seiner Tätigkeit in der Forschungsgruppe Kanu in den 1970er und 1980er Jahren war er vor allem für Forschungsfragen zur Leistungsdiagnostik auf dem Kanuergometer im Kanurennsport verantwortlich.

Ab 2001 leitete Fritz Lange das Projekt Kanu am IAT. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit war die Optimierung der Trainingssteuerung im Kanu. Persönlich war er für alle wissenschaftlichen Unterstützungs- und Beratungsleistungen im Kanuslalom federführend. Auf der Grundlage dezidierter Trainings-, Leistungs- und Wettkampfanalysen wurde damit unter seiner maßgeblichen Beteiligung ein bis heute anerkanntes Trainer-Berater-System im Kanu geschaffen. 

Fritz Lange war nicht nur ein Kollege, sondern auch ein stets hilfsbereiter, lieber Mitmensch, dessen Verlust uns sehr schmerzt. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.