IAT/FES Jahresbilanz 2025: Was bestimmte die wissenschaftliche Arbeit der Institute im vergangenen Jahr?

05.01.2026 - Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) veröffentlicht gemeinsam mit dem FES den Jahresbericht 2024/25 und gibt umfassende Einblicke in die trainingswissenschaftliche Arbeit für den olympischen und paralympischen Spitzensport in Deutschland. Das IAT wird aus Mitteln des Bundes sowie der Länder finanziert und arbeitet eng mit den Spitzensportverbänden, dem Deutschen Behindertensportverband sowie dem DOSB zusammen.

Techniktraining der Skispringer im Windkanal (Foto: IAT/Patrice Marker)

Techniktraining der Skispringer im Windkanal (Foto: IAT/Patrice Marker)

Strategische Weichenstellungen für die Zukunft

Ein zentraler Meilenstein 2025 war die gemeinsame Erarbeitung des Zukunftskonzepts 2026-2033 mit dem Partnerinstitut FES. Erstmals wurde ein derart strategischer Prozess in enger Kooperation beider Institute durchgeführt.

Parallel startete mit Jahresbeginn 2025 die neue Projektgeneration für die Sommersportarten auf der "Road to Los Angeles 2028".

Forschungsschwerpunkte im Detail

Die Jahresbilanz gibt detaillierten Einblick in ausgewählte Projekte: Ob die individualisierte trainingswissenschaftliche Begleitung des deutschen Para Schwimmteams, der Aufbau einer neuen webbasierten Plattform zum Wissenstransfer im Skisprung oder die Forschungsarbeit im IAT-Nachwuchsleistungssport für eine Off-Snow-Trainingskonzeption im Snowboard – entscheidend für den Projekterfolg ist immer eine auf die Bedürfnisse der Spitzensportpraxis abgestimmte Umsetzung.  

Innovative Forschungsansätze prägen die neue Sommersport-Projektgeneration: Mit der T-Pattern-Analyse werden erstmals chronologische Verhaltensmuster in technisch-taktischen Sportarten wie Judo, Badminton und Skateboarding systematisch untersucht, um taktische Unterschiede zwischen Leistungsklassen zu identifizieren. 

Ein weiterer Beitrag widmet sich der systematischen Erfassung von Verletzungen und Erkrankungen im nordischen Skisport: IAT-Sportmediziner Dr. Tom Kastner dokumentierte bei der FIS Nordischen Ski-WM 2023 in Planica erstmals nach dem IOC-Konsensus-Standard gesundheitliche Probleme von 596 Athletinnen und Athleten aus 67 Nationen. Die Studie wurde 2025 publiziert und dient als Grundlage für evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen. 

Die Jahresbilanz 2023/24 des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) und des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) steht ab sofort in Auszügen auf der Website des IAT zur Verfügung.

[Link zur auszugsweisen Jahresbilanz]